Apr 11

Homeserver: Installation

Tag: HomeserverFrank @ 12:15

Vergangene Woche sind die Teile endlich gekommen. Durch meine Nachtschicht hatte ich aber keine Lust zum schreiben - deshalb mit kleiner Verzögerung.

Diesem Artikel ist der Artikel “Homeserver: Planung der Komponenten” vorausgegangen.

Mein Eindruck von der Hardware war von vornherein positiv. Alles was solide verpackt, nichts wackelte. Keine Kratzer oder ähnliches. Der Zusammenbau ist für jeden der schon mal einen Rechner zusammen gebaut hat sicherlich logisch - wenn auch manchmal etwas kniffelig. Das ganze System ist eben wirklich sehr eng gestrickt.

Das Mainboard wird auf eine Platte montiert die T-Förmig auf dem Rückteil montiert ist. Diese kann im ganzen in einer Art Führungsschiene herausgezogen werden , was die Montage erheblich erleichtert. Unter dem Mainboard bleibt so platz für die vier Festplatten und die Spannungswandler. Das ganze ist schwer zu beschreiben - wenn man das Gehäuse gesehen hat aber eigentlich ganz logisch. Das Belüftungskonzept ist sehr durchdach - an der Rückseite des unteren Teils (mit den Festplatten) befinden sich zwei Lüfter die Luft an den festplatten vorbei über die Spannungswandler. Im oberen Teil werkelt in meinem Fall nur der CPU-Lüfter. Wenns hier zu heiß wird könnte aber auch noch ein Lüfter montiert werden.

In meinem Fall waren die Kabel allesamt bereits vormontiert. SD-Kartenleser und FrontUSB auch. Ich musste lediglich das Mainboard bestücken (Speicher und CF-Karte) und verschrauben. Unschön ist dass sich am Gehäuse zwei LEDs für die LAN Aktivität finden, auf dem Mainboard aber keine Pins dafür vorgesehen sind. Auch die Warning-LED ist ohne Funktion. Mich stört das nicht das ich das Gehäuse eh nie sehe - wer sich sowas aber als Prestigegerät in die Vitrine stellt könnte isch daran stören. Desweiteren passen die USB-Anschlüsse vom Cardreader und vom FrontUSB nicht auf das Mainboard da sich auf diesem lediglich Mini-USB Pinheader befinden (2mm) - das Gehäuse hat die normalen USB - Stecker. Ohne Adapter (bei mir hieß der “Adapter Mini USB 2mm“) geht da nichts. Da ich mir den aber nun nicht gekauft habe (und das vorerst auch nicht plane) kann ich da von keinen Erfahrungen berichten - vermute aber dass das wohl problemlos funktionieren wird.

Für die folgenden Fotos habe ich das Mainboard montiert und angeschlossen. Später habe ich noch einige Kabel in den Unteren Teil des Gehäuses verbannt um die Durchlüftung im oberen Teil zu optimieren. Die Bilder entstanden aber vorher. Außerdem einige Bilder vom Mainboard selbst - vor allem auf der Rückseite sicher sehr interessant da man hier mal sieht wo CF-Karte und MiniPCI Karte Monitiert werden können.

Was mir negativ auffiel

  • Neben dem genannten Problem mit den USB Anschlüssen und den LEDs, die ich aber nicht so kritisch sehe da es für das eine eine Lösung gibt und mir das andere Egal ist ist mir Negativ aufgefallen dass weder zum Gehäuse noch zum Mainboad eine gedruckte Bedienungsanleitung geliefert wurden. Beim Mainboard wars auf der Treiber CD - von außen ist das aber nicht zu erkennen - beim Gehäuse lediglich aus dem Internet zu beziehen. Für Europäische Verhältnisse echt schwach.
  • Wenn man auf dem Board eine PCI-Express-Karte montieren möchte ist keine Aussparung auf der Rückseite vorgesehen um da vielleicht mal eine Kabel anschließen zu können.
  • Das Schloss ist einfach für den Allerwertesten und hätte getrost eingespart werden können.

Was mir positiv auffiel

  • Die Kabel zur Festplattenbackplane waren vorbildlich beschriftet, so dass eine Zuordnung zu den Ports auf dem Mainboard problemlos möglich war.
  • Die Verarbeitung wirkt durchweg solide.
  • Das System ist selbst in der Standardkonfiguration angenehm Leise.
  • Das Raumaufteilungskonzept ist gelungen das dazugehörige Lüftungskonzept auch

Betriebssystem

Das System dann zu installieren stellte sich als schwieriger heraus als zunächst angenommen. Nach langem hinundher entschied ich mich für einen Ubuntu Server. Einfach weil der aktuelle Pakete liefert und ich so nicht in die Verlegenheit komme dass das neues Filesharing programm XYZ nicht laufen mag. Außerdem hab ich so immer was zum basteln - weil eben wahrscheinlich auch immer gerade irgendwas nicht funktioniert :o) (aber Spaß beiseite.).

Da sich der On Board CF-Slot und die IDE-Buchse einen IDE-”Kanal” teilen funktioniert nur das eine oder das andere, wobei die CF-Karte Vorrang hat. Bleibt also nur die Installation über USB-CDRom. Hier stand ich aber gleich vor dem nächsten Mysterium. Bei ubuntuusers im Wiki liest man dass für VIA Eden Prozessoren auf die Alternate CD zurückgegriffen werden soll. Diese Installation kommt aber offenbar nicht mit USB-CDRom Laufwerken klar. Die normale Serverinstallation hingegen lief. Wichtig ist also - wenn man eine CF-Karte nutzt braucht man wahrscheinlich ein USB-CDRom.

Der Rest der lief Problemlos. Das System schein an sich flot zu agieren. Die CF-Karte ist aber nicht die schnellste so dass man den Einruck hat das Schreiboperationen immer etwas träge sind. Des weiteren habe ich lm-sensors mit dem Distributionskernel nicht davon überzeigen können mir einige Temperaturwerte auszuliefern. Damit werde ich mich nochmal beschäftigen - vielleicht gibt’s also später nochmal was über den “c7temp” Kernelpatch zu lesen.

Leistung

Um die Leistung objektiv beurteilen zu können werde ich mich mal an ein paar Benchmarks wagen.  Dazu komme ich aber in einem späteren Artikel. Subjektiv ist es verhält es sich beim allgemeinen Arbeiten flott - Festplattenoperationen auf der CF-Karte scheinen aber sehr träge.

Ein Kommentar to “Homeserver: Installation”

  1. Linux Techblog » Homeserver: Planung der Komponenten says:

    [...] sind nun bestellt und ich warte gespannt auf Lieferung. Wies weiter geht lest ihr im Artikel “Homeserver: Installation” wo ich zunächst den zusammenbau und die Installation der Systeme [...]

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